Vesuvio
Ist wahrscheinlich der bekannteste Vulkan der Erde und ist ohne
Zweifel einer der gefährlichsten, wenn nicht sogar der
allergefährlichste. Mit dem Auto ist es einfach zum Vesuv zu kommen,
um einen Blick in den Krater zu werfen. Der Vesuv ist bekannt, weil
von ihm der erste Vulkanausbruch stammt, über den wir schriftliches
Zeugnis haben im Jahre 79 n.C. . Der Vesuv ist außergewöhlich wegen
seiner Vielseitigkeit, seine Aktivität wechselt in der Tat ab
zwischen dem Ausstoßen sehr dünnflüssiger Lava wie die Vulkane von
Hawaii, Springbrunnen und Seen aus Lava wie die Vulkane von
Stromboli bis zu gewaltigen Explosionen mit Auswurf von Geröll,
Asche und Lavastücken und dem darauffolgenden Fall dieses glühenden
Materials.
Der Vesuv tritt in die
Geschichte der Vulkanologie ein mit der Eruption im Jahre 79 n.C.,
beschrieben von Plinio dem Jungen, die Pompeji, Hercolaneum, Oplonti
und Stabia zerstörte. Etwa 3 m Asche, gemischt mit Lavastücken und
Geröll fielen auf Pompeji, alles wurde verschüttet, mit Ausnahme der
Dächer, die gerade noch herausragten. Die Stadt wurde verlassen und
vergessen. In Jahre 1595 brachten Ausgrabungen einige
Handarbeitsobjekte ans Licht und daraufhin folgten Jahrhunderte von
Plünderungen in Pompeji bis gegen Mitte des 19. Jahrhunderts die
archäologischen Ausgrabungen begannen, die Stück für Stück die
begrabene Stadt freilegten. Hercolaneum dagegen wurde unter 23 m
Asche begraben, die sich niedergesetzt hat aufgrund eines enormen
Stromes glühenden Materials.
Obwohl das Ereignis
von der ansäßigen Bevölkerung nicht erwartet war, war die
vulkanische Natur des Berges bereits bekannt, wie Strabo, Diodorus
Sculus und andere römische und griechische Schriftsteller bezeugen.
Der Ausbruch des Jahres 79 n.C. erzeugte schwere Schäden im ganzen
Kreis Neapel und Tito sah sich gezwungen einen Offizier zu ernennen,
aus dem Corps der Ex-Konsulen, um den Wiederaufbau und die Reparatur
zu koordiniern. Inschriften mit Widmungen an Tito als Dank für seine
Hilfe sind auch in Sorrent gefunden worden (für die Reparatur eines
Gebäudes „Terramotus Collapsus“).
Der eindrucksvollste
Aspekt des Vesuvs ist mit Sicherheit die ausgesprochen dichte
Bevölkerung um ihn herum, sowohl an seinem Fuße als auch an seinen
Hängen. Die Situation ist noch eigentümlicher wenn man bedenkt, daß
der Vesuv nicht der einzige Vulkan ist, der in der Gegend die
Bewohner bedroht – auf der anderen Seite Neapels ist der Kessel der
„Campi Flegrei“ (brennende Felder, dies ist der Name, den die
Griechen diesem Gebiet gaben, das sich von den heutigen Campi
Flegrei ausdehnt bis zum Vesuv). Berühmt ist es für seine
sintflutartigen Ausbrüche flüssiger Asche in seiner jüngeren
geologischen Vergangenheit und die Zeichen von Unruhe während der
letzten 3 Jahrzehnte. Außerdem haben wir die vulkanische Aktivität
Ischias, was Besorgnis erregt, natürlich bedroht diese nicht direkt
die Bevölkerung unter dem Vesuv aber die auf der Insel. Um dieses
Beispiel der geologischen Gefahr zu vervollständigen ist zu ergänzen,
daß die Gegend in einem weitem Umkreis seismisch verwundbar ist. Im
Ganzen ist der Vesuv nach der Eruption im Jahre 79 n.C. etwa drei
Dutzend Mal ausgebrochen, die letzten Male im Jahre 1913 und 1944
werden als das Ende eines Eruptionszyklus angesehen, der im Jahre
1631 begann.
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