Der Garten ist weder stumm noch verlassen. Der Granatapfelbaum, der ihn seit jeher schmückt, hat schöne leuchtend rote Blumen, wie der Dichter Arducci ihn beschrieb. Adlig fruchtbar steht er da, um dem Hause Glück zu bringen.
Daran ranken auch der Mispelbaum und der Lorbeer mit, in der schönsten Tradition der mediterranen Vegetation. Das Haus ist nicht abgelegen, wie fast alle Häuser des Dorfes, das es eigentlich gar nicht gibt.
Es ist nicht einsam, sondern im Herz des adligen Dorfteils Le Porpore gut eingebettet, der wie viele andere (z.B. Li Cuomi, Li Candidi, Li Summonti) seinen Name von der Familie übernommen hat, die ihn geschichtlich geprägt hat.
Es ist kein gewöhnliches Haus. Es ist gleichzeitig ein grosses Bauernhaus, eine Werkstatt, ein Gutshof, alles sehr gut organisiert. Zu Beginn des letzen Jahrhunderts beherbergte es eine Mühle und eine Backstube, einen Webstuhl und eine Drehbank, einen Tabakladen und das Wohnhaus einer patriarchalischen Familie: Ehemann, Ehefrau und vierzehn Kinder, sieben Jungen, und sieben Mädchen!
Alfonso Cavaliere, des Familienoberhaupt, führte die grosse Familie mit Strenge und Geschick.
Rosa Gentile, die Ehefrau, pflegte sie mit Fleiß und Liebe.
Andere Zeiten. Andere existentiellen Vorbilder. Bezaubernd, diese kleine alte Welt!
Aber dann vergingen die Jahre schnell. Die Kinder wurden Erwachsene und zerstreuten sich.
Francesco, der Erstgeborene, widmete sich den universitären Studien.
Gaetano wurde Bürgermeister von Furore. Egidio meldete sich freiwillig zum Finanzamt und wurde Wachtmeister der Italienischen Grenzwache. Antonio kehrte zu den mütterlichen Ursprüngen in der Gegend von Sessa Aurunca zurück. Salvatore und Andrea blieben lieber im Geburtsdorf. Die Schwestern heirateten eine nach der anderen und entvölkerten so fortlaufend das grosse Vaterhaus. Eine der Schwestern, Serafina, blieb im Hause, um als fürsorgliche Magd und stolze Zeugin der damaligen Familienwerte zuerst ihre Eltern und danach den Wachtmeister im Ruhestand zu versorgen.
Dieser Geist herrscht auch heute noch in der der “Casa del Melograno”.
Umberto und Virginia bieten Euch einen herzlichen und warmen Empfang und verwöhnen Euch mit moderner Gastfreundschaft!
Ein Aufenthalt bei uns ist das Richtige für diejenigen, die das Unsichtbare der schönen Orte entdecken und die Dinge jenseits der sichtbaren Welt enthüllen möchten, die dem Trude-Syndrom entkommen wollen, dem Syndrom, das alles gleich und platt macht.
Ein Aufenthaltsort für grosse Reisende, die fähig sind, sich selbst in dem Land, das sie besuchen, zurechtzufinden!
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